100ans de Cinéma, 100 ans de jeunesse

Das Sehen von Kinofilmen eröffnet einen sinnlichen Zugang zur Welt, es regt die Fantasie an, schult die Wahrnehmung und ermöglicht so auch eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung.
Das sind Leitgedanken der ursprünglich in Frankreich entwickelten Herangehensweise an die Filmbildung, die das neue Erasmus+ Projekt „Exploring Cinéma, cent ans de jeunesse“ aufgreift und weiterführt. Die von der BHF BANK Stiftung geförderte neue Initiative in deutsch-französischer
Trägerschaft und weiterer Unterstützung aus Bulgarien und Portugal möchte das inzwischen gewachsene Netzwerk mit Partnern in vielen europäischen Ländern und weltweit weiterführen und ausbauen.

Die Angebote haben eine festgelegte Dramaturgie: Ein Jahr lang setzen sich Schüler/-innen im Alter von sechs bis 18 Jahren an ihren jeweiligen Schulen unter Anleitung eines Tandems aus Lehrkraft und Filmemacher/-in intensiv mit einer jährlich wechselnden ästhetischen Fragestellung auseinander. Ziel ist es, in einer lernenden Gemeinschaft von Erwachsenen und jungen Menschen Kino als Kunst zu durchdringen. Anhand ausgewählter Ausschnitte aus renommierten Filmen zu dem Jahresthema und eigner praktischer Arbeit mit der Kamera vertiefen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und erweitern ihre Kenntnisse. Über einen Blog treten die Schulklassen aus den verschiedenen Ländern miteinander in Kontakt.

Derzeit nehmen 44 Schulklassen aus 15 Ländern mit mehr als 1.000 Schüler/-innen weltweit an dem Projekt teil. Die Schulen wurden nach den Zielen „Vielfalt und Inklusion“ des Erasmus+ Programms ausgewählt. Sie treffen sich 2022 in Paris, 2023 in Frankfurt und 2024 zum Abschluss in Lissabon. Ziele des Projekts sind neben der Bildung der jungen Menschen auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Lehrkräften und den Filmemacher/-innen sowie die Analyse der Wirkung von ästhetischer Filmbildung auch auf benachteiligte Jugendliche.
Das Projekt wird auf deutscher Seite vom Deutschen Filminstitut & Filmmuseum Frankfurt unterstützt, und zusammen mit den Universitäten Sorbonne Nouvelle und Bremen evaluiert. Die Ergebnisse werden online und in einer Publikation veröffentlicht.

Zur Webseite des Projekts (auf Französisch, Englisch und Spanisch)