Abgeschlossene Projekte

Jugend und Europa: Fangen wir mit der Kultur an!

Interessierte junge Menschen aus den Ländern des Weimarer Dreiecks haben sich um die Teilnahme an internationalen Workshops zu Fragen der Zukunft des Kulturbetriebs beworben. Zusammen mit renommierten Kulturexpert/-innen und angeleitet von interkulturellen Mittler/-innen erarbeiteten die jungen Deutschen, Französ/-innen und Pol/-innen gemeinsam Thesen zu drei Kernthemen: Neustart nach Corona, Diversität und Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb. Welche Ratschläge geben sie der Kulturpolitik? Wie nachhaltig und divers sollen Kulturinstitutionen ihrer Ansicht nach sein?

Die Empfehlungen der Jugendlichen wurden online entwickelt und im März 2022 vor Kulturschaffende und Kulturexpert/-innen gemeinsam präsentiert. Die für Dezember 2021 im Ministère de la Culture in Paris geplante Veranstaltung wurde pandemiebedingt abgesagt.

Der deutsch-französische Kulturrat (DFKR) wurde 1988 auf Initiative von Helmut Kohl und François Mitterand gegründet und hat seinen Sitz in Saarbrücken. Er begleitet und fördert die deutsch-französische und europäische kulturelle Zusammenarbeit. Er formuliert deutsch-französische Positionen zu aktuellen Kulturthemen oder regt zu gemeinsamen kulturellen Aktivitäten an. Er kooperiert mit der Zivilgesellschaft, fördert auch Kooperationen mit Drittländern aus Mittel- und Osteuropa etwa im Rahmen des Weimarer Dreiecks. Das Projekt „Jugend und Europa: Fangen wir mit der Kultur an!“ soll einen Beitrag zur außerschulischen und außerakademischen Jugendbildung leisten und Impulse für die Zusammenarbeit in Europa geben.

Zur Webseite des DFKR

Gastprofessor für Performance & Autorschaft

Zeitgenössisches Schauspiel und Regietheater haben sich in den letzten Jahren immer stärker mit dem Bereich Performance verbunden. Eine klassische strikte Trennung der Bereiche gibt es nicht mehr, sodass Kenntnisse in der Darstellungsform der Performance, die auch Grundlagen der Autorenschaft umfassen, für die Schauspielausbildung von immer größerer Bedeutung werden. 

Daher hat die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) auf Initiative der BHF BANK Stiftung ab dem Wintersemester 2016/2017 die Gastprofessur „Performance und Autorschaft“ eingerichtet, die in ihrer interdisziplinären Ausrichtung an einer deutschen Hochschule für Musik und darstellende Kunst einmalig ist. Sie hat zum Ziel, Studierende der Musik und der darstellenden Künste die Gelegenheit zu geben, sich mit performativen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen und ihnen die Erweiterung ihrer zukünftigen Berufsfelder zu ermöglichen.

Querklang – Experimentelles Komponieren in der Schule

Die Förderung der neuen und zeitgenössischen Musik als eine lebendige, experimentelle Kunst findet in den Schulen oftmals kaum statt oder spielt nur eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger ist es daher, die Kinder und Jugendlichen in einem musikpädagogischen Projekt an die Neue und zeitgenössische Musik heranzuführen. In dem Modellprojekt, das an mehreren Berliner Schulen realisiert wird, können sich SchülerInnen aller Altersklassen und Bildungsstände mit experimenteller Musik auseinandersetzen und eine Komposition innerhalb des Klassenverbands entwickeln. Dabei experimentieren die Schüler/-innen mit zeitgenössischem musikalischem Material und entwickeln gemeinsam mit Komponisten/-innen und Musikern/-innen über einen längeren Zeitraum Kompositionen. Am Ende wird das erarbeitete Werk im Rahmen des Festivals für Zeitgenössische Musik „MaerzMusik“ der Berliner Festspiele uraufgeführt. „Querklang“ ist ein Projekt der Universität der Künste Berlin und K&K Kulturmanagement & Kommunikation/ Kulturkontakte e. V..
Die BHF BANK Stiftung hat von 2006 bis 2008 den Aufbau dieses Projekts gefördert.

Kinder als Filmkomponisten und Kuratoren bei den Kurzfilmtagen Oberhausen

Ästhetische Impulse aus der Musik und der Filmkunst aufnehmen und auf individuelle Weise verarbeiten – war das Ziel des Kompositionsprojekts „Laute Kinder“ der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Gemeinsam mit dem Komponisten David Graham erarbeiteten Grundschulkinder ihr eigenes Konzept einer Musik- und Tonbegleitung für Stummfilme. Die Kinder lernten, Geräusche und musikalische Impulse zu hören, nachzuahmen, selbst zu erfinden und Verbindungen zwischen dem Sichtbaren und der akustischen Phantasie herzustellen. In einem dritten Schritt sichteten, diskutierten und vertonten sie historische Stummfilme. In einem Folgeprojekt arbeiteten Kinder als Kuratoren an einem eigenen Filmprogramm und lernten dabei, ästhetische Wahrnehmungen in Worte zu fassen. Die Ergebnisse der Projekte wurden 2010 und 2011 während der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen präsentiert.