Literatur- und Übersetzungspreise Brücke Berlin

Die BHF BANK Stiftung vergibt alle zwei Jahre den Literatur- und Übersetzungspreis „Brücke Berlin“. Der Preis würdigt ein bedeutendes zeitgenössisches Werk aus den Literaturen Mittel- und Osteuropas und seine herausragende Übersetzung ins Deutsche. Er ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an einen Autor oder eine Autorin und seine/n bzw. ihre/n deutschsprachige/n Übersetzerin oder Übersetzer. Berücksichtigt werden deutsche Übersetzungen zeitgenössischer Werke der Literaturen Mittel- und Osteuropas (Prosa, Essay und Lyrik).

Schirmherrin des Preises ist die Nobelpreisträgerin für Literatur Herta Müller.

Die tschechische Autorin Radka Denemarková und ihre Übersetzerin Eva Profousová erhalten den Brücke Berlin Literatur- und Übersetzungspreis 2022 für den Roman „Stunden aus Blei“.

Die feierliche Preisverleihung findet am 10. Oktober 2022 im Deutschen Theater in Berlin statt. Pandemiebedingt werden am selben Abend ebenfalls die Preisträger/-innen der Brücke Berlin Preise 2020 ausgezeichnet: die russische Autorin Maria Stepanova und ihre Übersetzerin Olga Radetzkaja für den Roman „Nach dem Gedächtnis“, sowie die bulgarische Autorin Zdrava Kamenova und ihr Übersetzer Alexander Sitzmann für das Theaterstück „Home for Sheep and Dreams“.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury: 

–    Jürgen Jakob Becker, Literarisches Colloquium Berlin

–    Sabine Berking, Literaturkritikerin

–    Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters Berlin

–    Patricia Klobusiczky, Übersetzerin

–    Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts bis 2020

–    Olga Radetzkaja, Übersetzerin

Preisträgerinnen und Preisträger des Literatur und Übersetzerpreises Brücke Berlin 2002 bis 2022

2022

Radka Denemarková (Tschechien) und Eva Profousová für „Stunden aus Blei“ (Hoffmann & Campe Verlag)

2020

Maria Stepanova (Russland) und Olga Radetzkaja für „Nach dem Gedächtnis“ (Suhrkamp Verlag)
Theaterpreis: Zdrava Kamenova (Bulgarien) und Alexander Sitzmann für das Stück „Home for Sheep and Dreams“

2018

Zaza Burchuladze (Georgien) und Natia Mikeladse-Bachsoliani für „Touristenfrühstück“ (Blumenbar Verlag)
Theaterpreis: Iva Brdar (Serbien) und Alida Bremer für „Daumenregel“ (Rowohlt Theaterverlag)

2016

Szczepan Twardoc (Polen) und Olaf Kühl für „Drach“ (Rowohlt Verlag)
Initiativpreis: Theaterverlag Henschel Schauspiel

2014

Serhij Zhadan (Ukraine) und Sabine Stöhr und Juri Durkot für „Die Erfindung des Jazz im Donbass“ (Suhrkamp Verlag)
Initiativpreis: Manfred Beilharz und Tankred Drost für die von ihnen konzipierte Biennale „Neue Stücke aus Europa“

2012

Péter Nádas (Ungarn) und Christina Viragh für „Parallelgeschichten“ (Rowohlt Verlag)

2010

László Krasznahhorkai (Ungarn) und Heike Flemming für „Seiobo auf Erden“ (S. Fischer Verlag)

2008

Andrej Bitow (Russland) und Rosemarie Tietze für „Das Puschkinhaus“ (Suhrkamp Verlag)

2006

David Albahari (Kanada/Serbien) und Mirjana und Klaus Wittmann für „Mutterland“ (Eichborn Verlag)

2004

László Darvasi (Ungarn) und Heinrich Eisterer für „Die Legende von den Tränengauklern“ (Suhrkamp Verlag)

2002

Olga Tokarczuk (Polen) und Esther Kinsky für „Taghaus, Nachthaus“ (DVA)

Partner:
Deutsches Theater Berlin
Literarisches Colloquium Berlin (LCB)